Analoges Röntgen vor dem Aus: Was das für Ihre Zahnarztpraxis bedeutet
Die Herstellung intraoraler Röntgenfilme wird eingestellt. Große Anbieter sind bereits aus der Produktion ausgestiegen. Was heute noch erhältlich ist, stammt aus schrumpfenden Restbeständen einzelner Hersteller. Als Ihr dentaler Fachhändler mit über 75 Jahren Erfahrung begleiten wir Sie dabei, jetzt in Ruhe die passende Lösung für Ihre Praxis zu finden – statt später unter Zeitdruck entscheiden zu müssen.
Wichtig zu wissen: Wer jetzt auf Vorrat kauft, gewinnt nur begrenzt Zeit. Ein Röntgenfilm ist ein fotochemisches Produkt mit Verfallsdatum – er altert, verliert an Qualität und lässt sich nicht beliebig lange einlagern.
Warum wird der Röntgenfilm nicht mehr produziert?
Der Rückgang ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung: Mit der zunehmenden Verbreitung digitaler Bildgebung sank die Nachfrage nach fotochemischem Filmmaterial kontinuierlich. Namhafte Hersteller haben sich in der Folge komplett aus der Produktion intraoraler Röntgenfilme zurückgezogen. Übrig geblieben ist eine Fertigung, die sich auf wenige Anbieter konzentriert – ein strukturelles Risiko für jede Praxis: sinkende Angebotsvielfalt und immer fragilere Lieferketten. Ein Markt, der sich zurückzieht, wächst nicht wieder.
Das Hauptproblem: Filmmaterial lässt sich nicht dauerhaft einlagern
Viele Praxen reagieren, indem sie Vorräte aufkaufen – das verschafft jedoch nur begrenzt Luft. Röntgenfilm unterliegt fotografischen Naturgesetzen: Er hat ein Verfallsdatum und braucht kühle, trockene, strahlungsgeschützte Lagerung. Mit zunehmendem Alter verschlechtern sich Kontrast und Bildqualität, bis der Film irgendwann unbrauchbar wird. Ein Großeinkauf verschiebt das Problem also lediglich um ein bis zwei Jahre – gelöst ist es damit nicht.
Die versteckten Abhängigkeiten des analogen Workflows
Der gesamte analoge Ablauf funktioniert als Kette voneinander abhängiger Komponenten, bei der jedes einzelne Glied zum Engpass werden kann: Ohne Filmnachschub steht die bildgebende Diagnostik still, und schon ein Materialwechsel erfordert eine sachverständige Prüfung. Hinzu kommt Entwicklerchemie und Fixierer, die seltener und teurer werden – ohne passende, frische Chemie ist der Film wertlos. Auch Entwicklungsmaschine, Dunkelkammer und Ersatzteile sind ein Risiko: Viele Entwicklungsautomaten sind veraltet, Service und Ersatzteile für auslaufende Gerätegenerationen kaum noch zu bekommen, sodass ein einziger Defekt das Ende der analogen Linie bedeuten kann. Dazu kommen aufwendige Konstanzprüfung und Strahlenschutz-Dokumentation, da Chemie, Temperatur, Entwicklungszeit und Filmlagerung zahlreiche Fehlerquellen mit sich bringen, sowie die DSGVO-konforme Entsorgung belichteter Filme mit personenbezogenen Patientendaten nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen. Unterm Strich schlagen dabei laufend Kosten zu Buche: Zeitaufwand für Filmentwicklung und -prüfung (ca. 3–5 Minuten je Zahnfilm-, 6–8 Minuten je Panoramaaufnahme), Entsorgungskosten für Chemie und altes Bildmaterial, Lagerungskosten für Filme und Patientenaufnahmen – und der Umstand, dass sich analoge Aufnahmen nicht per Telematikinfrastruktur versenden lassen.
Was bedeutet das konkret für Ihre Praxis?
Bildgebende Diagnostik ist kein Nebenschauplatz. Eine Praxis, die nicht mehr röntgen kann, verliert wesentliche Handlungsfähigkeit. Der Engpass kündigt sich dabei nicht an – er trifft die Praxis meist ungeplant und unter Zeitdruck, wenn die letzte Filmpackung leer ist oder der Entwickler ausfällt. Wer hingegen aus einer Position der Ruhe umstellt, entscheidet selbst über Zeitpunkt, System und Budget.
Röntgenfilme aus Restbestand – solange der Vorrat reicht
Wir haben ausgewählte Restbestände für Sie gesichert. Da die Hersteller die Produktion eingestellt haben, sind diese Artikel nicht mehr nachbestellbar – verfügbare Mengen sind final und können sich täglich ändern.
Speicherfolien statt Film – Ihr Röntgengerät bleibt im Einsatz
Mit dem VistaScan Combi View von Dürr Dental tritt die Speicherfolie an die Stelle des Röntgenfilms – ganz ohne Chemie, Ihr Röntgengerät nutzen Sie weiter. Ob Ihr Altsystem geeignet ist, klären wir vorab mit Ihnen.
Digitales Röntgen – die zukunftssichere Investition
Panorama- oder DVT-Gerät plus Intraoralsensor oder Speicherfolienscanner: die zukunftssichere Lösung für Ihre digitale Bildgebung – als Stand-alone-Lösung mit Bildbetrachtung per iPad oder vernetzt mit Ihrer IT.
Digitale Röntgengeräte – der nächste Schritt für Ihre Praxis
Vorteile des digitalen Röntgens:
Unser Tipp: Jetzt umstellen – solange Sie planen können
Die Ära der Röntgenfilme ist vorbei. Eine frühzeitige Umstellungsplanung gibt Ihnen die freie Wahl bei System, Zeitpunkt und Investition. Wer zu lange wartet, überlässt diese Entscheidung dem Zufall – meist im ungünstigsten Moment. dental bauer berät Sie unverbindlich zum für Sie passenden Weg.
Der einfache Wechsel vom Film zur Folie.
Die Speicherfolien-Technologie von Dürr Dental ermöglicht Ihnen eine denkbar einfache Umstellung auf den digitalen Workflow – und dies dank der Formatvielfalt des VistaScan Combi View mit einem einzigen Gerät. Da sich der Ablauf des Röntgenvorgangs und die intraoralen Aufnahmeformate nicht von denen beim analogen Film unterscheiden, ist ein Umrüsten nicht nötig. Auch beim Panorama- und Fernröntgen wird lediglich der Röntgenfilm gegen die Speicherfolie getauscht. Alles neu und digital – bei bekanntem Praxisablauf.
Daneben bietet die dünne, flexible Folie sowohl dem Praxisteam als auch dem Patienten klare Vorteile:
• Sie ist leichter zu positionieren und angenehmer im Mund.
• Nach der Aufnahme ist das Bild in wenigen Sekunden auf dem Monitor sichtbar.
• Dank integrierter Löschung steht die langlebige Speicherfolie gleich anschließend wieder zur Verwendung bereit.
XL-VistaScan Combi View (Dürr Dental)
Mit dem vielseitigen VistaScan Combi View setzt Dürr Dental ein klares Zeichen für die Zukunft der Speicherfolienscanner.
Der VistaScan Combi View bietet nicht nur die bewährte Technik und die hohe Bildqualität der VistaScan Systeme, sondern auch zahlreiche Funktionen, die den Komfort, die Effizienz und die Sicherheit der Anwendung deutlich erhöhen. Damit gibt er dem Praxisteam das gute Gefühl hoher Verlässlichkeit.
Röntgen-Umstellung mit DÜRR DENTAL
FAQs: Röntgenfilm und Umstieg auf Digital
Ja, intraorale Röntgenfilme sind bei uns noch in begrenztem Umfang aus Restbeständen erhältlich (siehe Produktblock „Röntgenfilme“). Da die Herstellerzahl stark geschrumpft ist, lässt sich die Versorgung langfristig aber nicht verlässlich planen.
Röntgenfilm ist ein fotochemisches Produkt mit Verfallsdatum. Er muss kühl, trocken und strahlungsgeschützt gelagert werden, verliert mit der Zeit an Bildqualität. Größere Vorräte über das Verfallsdatum hinaus sind daher keine tragfähige Lösung.
Nicht zwingend. Mit Speicherfolien lässt sich in vielen Fällen Ihre vorhandene Röntgeneinheit weiter nutzen – Sie digitalisieren dann nur die Bildgebung. Wir prüfen das gerne individuell für Ihre Praxis.
Die Speicherfolie ähnelt im Handling dem Film und wird nach der Aufnahme in einem Lesegerät ausgelesen. Der Sensor überträgt das Bild direkt und in Echtzeit an den Rechner. Beide Wege sind digital, unterscheiden sich aber in Ablauf, Flexibilität und Geschwindigkeit.
In der Regel ja: Digitale Systeme kommen typischerweise mit einer geringeren Dosis aus als die klassische Filmtechnik – ein Vorteil sowohl für den Patientenschutz als auch als Argument in der Praxiskommunikation.
Als grobe Orientierung: Restbestände überbrücken kurzfristig, lösen das Grundproblem aber nicht. Speicherfolien sind der wirtschaftliche Einstieg, wenn Ihr Röntgengerät noch funktionstüchtig ist. Ein neues digitales Röntgengerät lohnt sich, wenn ohnehin eine Neuanschaffung ansteht oder Sie zusätzliche Funktionen wie eine 3D-Aufnahme (DVT – digitale Volumentomographie) nutzen möchten.